Katze oder Hund?

Bei der Suche nach einem geeigneten tierischen Begleiter stellt sich manchmal die Frage, ob es ein Hund oder doch lieber eine Katze sein sollte. Diese Frage ist natürlich wichtig.

Kann ich das Tier versorgen?

Doch sollte zu allererst danach gefragt werden, ob der Mensch auch in der Lage ist, das Lebewesen artgerecht zu versorgen. Wer eigentlich genau weiß, dass er in regelmäßigen Abständen längere Zeit außer Haus ist, beruflich oder aus gesundheitlichen Gründen beispielsweise, sollte sich lieber damit begnügen, sich mit dem Haustier des Nachbarn anzufreunden. Allzuleicht vergisst man bei dem starken Wunsch nach Nähe, dass auch das Tier Bedürfnisse hat und der Halter eine große Verantwortung trägt.
Bei aller Liebe ist auch zu beachten, dass Kosten für Unterhaltung und tierärztliche Versorgung mit einzuplanen sind. Sind dies Fragen gewissenhaft geklärt, kann man darüber entscheiden, welches Tier der zukünftige Mitbewohner sein soll.

Hund

Ein Hundehalter ist selbstredend in der Lage, jeden Tag einige mehr oder weniger ausgedehnte Spaziergänge zu machen. (Auch die kleinen Rassen brauchen regelmäßigen Auslauf.) Der Hund ist auf den Menschen fixiert und möchte sich nach ihm richten. Das bedeutet, dass der Mensch Freude daran haben sollte, „der Bestimmer“ zu sein.

Bei der Wahl der Rasse sollte nicht nur das Gefühl entscheiden.

Hütehunde beispielsweise haben das starke Bedürfnis, große Aufgaben zu bewältigen und fühlen sich leicht unterfordert, wenn sie nicht täglich ausgiebig gefordert werden. Begleithunde mit besonderer Ausbildung kommen meist aus diesen Zuchtlinien.

Hunderassen, die zur Jagd gezüchtet wurden, sind mit einem intensiven Jagdtrieb ausgestattet, der sie als Familienhund eventuell sogar ausschließen kann. Der Mensch muss damit umzugehen wissen.

Für Tierhaarallergiker wird der Labradoodle angepriesen, doch haben Untersuchungen gezeigt, dass er genau so viel Allergene aufweist, wie jeder andere Hund.

Katze

Wer nicht jeden Tag Gassi gehen kann und keine Katzenhaarallergie hat, kann mit einem Stubentiger sein Glück finden. Vegetarier mit Katzen müssen allerdings damit leben können, dass ihr Mitbewohner Fleisch braucht, um gesund zu bleiben.

Es sei erwähnt, dass Katzen, entgegen der landläufigen Meinung, keine Einzelgänger sind. Bleiben sie lange Zeit am Tag alleine und haben wenig Kontakt zum Menschen oder anderen Katzen, leiden sie still. Nicht wenige entwickeln Nierensteine, die auch beim Menschen auf schwierige Sozialkontakte im seelischen Bereich deuten.

Die Zweitkatze nimmt die Sorge um mangelnden Kontakt. Hierbei muss allerdings darauf geachtet werden, dass sich die Tiere auch „grün sind“. Sie sind eigenständige Wesen wie wir. Stellen Sie sich vor, sie wären mit jemandem eingesperrt, auf Lebenszeit, den Sie weder riechen mögen noch sehen wollen. Ist das nicht schrecklich? So ginge es den Katzen dann auch.

Nicht jede Katze braucht Freigang, was ängstlichen Menschen sehr entgegenkommt. Doch sollte auch den reinen Hauskatzen genügend Raum zur Verfügung stehen. Ist der von der Katze begehbare Teil der Wohnung kleiner als 60 qm, sollte ein Freigehege oder zumindest ein katzensicherer Balkon zur Verfügung stehen.

Der große Vorteil für Katzenliebhaber ist, dass das liebevolle Schnurren ihres Mitbewohners bei der Heilung und Festigung von Knochen hilft. Die Frequenz des Klangs kann sogar Knochenbrüche schneller heilen lassen.

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