Mein Hund hat mich gebissen

Normalerweise erkennt der Hund seinen Menschen als Rudelführer an. Er folgt ihm treu und zuverlässig. Werden dem Vierbeiner Befehle erteilt, führt er diese sicher aus. Oft reichen nur ein Blick oder eine Geste zur Kommunikation. Es herrscht eine vollkommene Harmonie. Doch was, wenn der Hund plötzlich beißt? Der folgende Artikel gibt Aufschluss.

Ursachen für das Beißen erforschen

Grundsätzlich drückt das Beißen des Hundes seine Unzufriedenheit mit der bestehenden Situation aus. Bevor der Vierbeiner zuschnappt, teilt er seinen Unmut auf unterschiedliche Weise mit. Seine Muskeln versteifen sich, er knurrt und stellt die Nackenhaare auf. Konnte der Hundebesitzer diese Verhaltensweisen bei seinem Tier nicht beobachten, kann ein gesundheitliches Problem die Ursache für das Beißen sein.

Beispielsweise kann dem Hund ein körperlicher Schmerz zugefügt worden sein. Tritt ihm der Mensch versehentlich auf die Pfote, lastet ein hoher Druck auf der empfindlichen Gliedmaße. Oder der Windzug schlägt eine Tür zu, in die der Hund eingeklemmt wird. Das Gewebe und die Organe werden gequetscht. Im Affekt beißt der Hund zu und sei es in die Hand seines Herrchens.

Auch andere Erkrankungen wie ein Hirntumor oder die Tollwut können das unkontrollierte Zubeißen beim Hund auslösen. Aus diesem Grunde empfiehlt sich folgendes Vorgehen: Zunächst wird die Wunde versorgt. Anschließend muss der Hund beruhigt werden. Dann ist der Gang zum Tierarzt unerlässlich.

Fehler in der Erziehung vermeiden

Das reibungslose Zusammenleben mit dem Hund gelingt nur, wenn dieser gut erzogen ist. Dazu zählt, eine klare Rangordnung festzulegen und diese auch durchzusetzen. Der Hund muss seine Grenzen kennen. Dies gilt auch beim Spiel. Denn gerade dort kommt es häufiger zu Beißunfällen.

Der Hund sucht sich sein Spielzeug nicht allein aus. Der Mensch entscheidet, welches Utensil zum Einsatz kommt. Auch den Anfang und das Ende des Spiels bestimmt der Rudelführer. Wird der Hund beim Spiel rabiat, muss es umgehend unterbrochen werden.

Wichtig ist auch, bereits dem jungen Hund das Zubeißen zu verbieten. Zwar sieht es drollig aus, wenn die kleine Hundeschnauze an einem Hosenbein zerrt oder in die Zehen schnappt. Hier sollten jedoch klare Verbote aufgestellt werden.

Obendrein kann man davon ausgehen, dass gut sozialisierte Hunde seltener beißen als solche, die nur wenigen Umweltreizen ausgesetzt werden. Sie können in den unterschiedlichsten Situationen gelassen reagieren, während sich schlecht sozialisierte Hunde ängstlich verhalten.

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